Drei wertvolle Tipps
für angehende Hausbesitzer

Es ist mal wieder Zeit, ein paar wertvolle Tipps in die Bauwelt freizulassen – speziell für Euch, angehende oder frischgebackene Eigentümer*nnen alter Bestandsschätzchen, die bereit sind für eine Sanierung, Modernsierung oder Umplanung. Als Architektin habe ich in meinem Berufsleben viele dieser Projekte begleitet und möchte Euch hier drei wichtige Tipps mit auf den Weg geben, die sich in der Praxis bewährt haben.

  1. Lasst euch Zeit – Wirklich!

Wer schon einmal eine Immobilie gekauft hat, weiß, dass es ein paar Wochen dauern kann, bis alles unter Dach und Fach ist. Der Notartermin, die Finanzierung, der Kaufvertrag und die Eintragungen ins Grundbuch – all das nimmt seine Zeit in Anspruch. Doch während dieser Zeit solltet ihr Euch nicht stressen lassen, sondern diese Phase nutzen, um euch intensiv mit dem Gebäude auseinanderzusetzen.

Bindet frühzeitig Euren Architekten oder Eure Architektin ein, aber versteift Euch noch nicht zu sehr auf den Entwurf. Sobald ihr die Schlüssel zu Eurer neuen Immobilie habt, lasst das Haus und die Entwürfe in Ruhe auf euch wirken. Ein leergeräumtes Haus, je nach Jahreszeit und Lichteinfall, kann ganz anders wirken als bei der ersten Besichtigung. Überstürzt nichts! Ein gutes Planungsbüro weiß, wie wichtig dieser Prozess ist und unterstützt Euch dabei, die richtige Entscheidung zu treffen.

  1. Bauteilöffnungen – Ein Blick ins Innere

Mein nächster Tipp könnte Euch vor so mancher bösen Überraschung bewahren: Fragt die Noch-Eigentümer*innen, ob Ihr in der Zeit zwischen der Unterzeichnung des Kaufvertrags und der Übergabe bereits Bauteilöffnungen vornehmen dürft. Das Haus steht vielleicht noch nicht leer, aber wenn die Bewohner*innen nicht gestört werden, kann das ein entscheidender Schritt für weitere Erkenntnisse sein.

Bauteilöffnungen ermöglichen es Euch, die tatsächlichen baulichen Gegebenheiten zu erfassen. Ihr könnt beispielsweise Löcher in den Fußboden bohren, um Aufbauhöhen und Deckenstärken zu überprüfen. Das ist essenziell, um zu entscheiden, ob beispielsweise ein klassisches oder ein Niedrigsystem für eine Fußbodenheizung möglich ist. Auch die Abmessungen von Stahlbeton- oder Holzbalkendecken können ermittelt werden, was bei der statischen Berechnung und Planung der Dämmung hilft. Diese frühen Erkenntnisse sparen Euch später viel Zeit und Nerven.

  1. Überblick verschaffen – Die Vergangenheit zählt

Mein dritter Tipp: Fragt die bisherigen Eigentümer*innen nach allen Rechnungen und Verbrauchsabrechnungen der letzten Jahre. So bekommt Ihr einen Überblick über bereits erfolgte Modernisierungen und könnt besser abschätzen, welche Maßnahmen erforderlich sind und welche Nebenkosten auf Euch zukommen. Wasser, Strom, Gas, Grundbesitzabgaben und die Höhe der Gebäudeversicherung – all das sind wichtige Informationen, die Euch helfen, die finanzielle Seite Eures Projekts bzw. neuen Zuhauses besser zu planen.

Bauen ist eine komplexe Angelegenheit, besonders wenn es um die Sanierung und Umplanung von Bestandsimmobilien geht. Als erfahrene Architektin unterstütze ich Euch gerne dabei – von der Beratung vorm Hauskauf bis hin zur erfolgreichen Modernisierung, dem Umbau oder der Sanierung Eures neuen Zuhauses. Meldet Euch gerne bei mir.

Blogbeitrag zum Hören

Dieser Blogbeitrag basiert auf meiner Podcast-Episode „52 – Tipps für künftige Eigentümer*innen von Bestandsgebäuden“ von Kittybob Bauinfotainment. Meinen informativen und unterhaltsamen Fachpodcast gibt es überall dort, wo es Podcasts gibt.